Radioheads “In Rainbows” nun nicht mehr “freiwillig”

Eine gute Analyse der Radiohead-Thematik (insbesondere der wohl etwas zu positiv dargestellten Zahlen hinter der zweifelsohne grandiosen Verkaufsaktion) gibt es auf intern.de:

Zahlungsbereite Musikliebhaber allgemein und Radiohead-Fans im Speziellen dürften bei dieser Studie weit überrepräsentiert gewesen sein. Andere Studien wie beispielsweise die des Marktforschers Comscore kamen auf niedrigere Zahlen. Laut dieser Messung wurden nur etwa 38% der Downloads bezahlt. Und nach dieser Schätzung konnte die Band entsprechend nicht 10 Millionen Dollar einnehmen, sondern vielleicht nur 2,5 bis 3 Millionen Dollar.

Auch das wäre unbestritten ein enorm gutes Ergebnis. Doch wie viele der Downloads gingen wohl auf Protestkäufer zurück, die mit ihrer Zahlung den verhassten Labels eine Lektion erteilen wollten? Und wie viele Downloads kamen nur zustande, weil die Presse über dieses Experiment berichtete?

So wie es jetzt scheint, haben auch die Band-Mitglieder bei Radiohead den Eindruck, dass ein Verkauf von CDs als Einnahmequelle doch der bessere Weg ist. Und auch die eifrig angekündigten Nachahmungen dieser neuen Vertriebsform lassen bisher auf sich warten. Nur wenige, wie etwa der Rapper Saul Williams haben in der Zwischenzeit ein vergleichbares Verkaufsangebot gemacht.

Dem ist wenig hinzuzufügen…

Erste Informationen hatten damals anderes vermuten lassen (1.2 Millionen Downloads -> ca. $10 Millionen Gewinn in der 1. Woche).

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