Klassik DRM-frei und Wasserzeichen auf dem Vormarsch
Die Deutsche Grammophon bietet nun in einem Webshop DRM-frei Klassik-Musik zum Download an, wie auf GOLEM berichtet wird. Songs kosten in dem bisher nur in englischer Sprache verfügbaren Online-Shop 1,29 EUR und Alben zwischen 10,99 EUR und 11,99 EUR.
Trendwende schreitet voran
Die Trendwende von DRM in Richtung freier Formate ist kaum mehr aufzuhalten, auch die Großen bekommen so langsam Wind davon, dass verkrüppelte Dateien nicht unbedingt zu mehr Einnahmen führen…
Gefahr für den Nutzer?: Wasserzeichen
Jedoch schlägt den Nutzern in den nächsten Jahren vermutlich eine neue Welle entgegen: wenn schon die Dateien nicht vor dem Kopieren geschützt werden können, dann wollen wir wenigstens wissen, wer da tauscht und mit wem. So oder so ähnlich könnte man das Bestreben einiger Player der Musikindustrie interpretieren, DRM-freie Formate wie MP3 mit Wasserzeichen zu versehen, die dann Informationen über den ursprünglichen Käufer enthalten, bzw. zumindest eine Zuordnung ermöglichen könnten.
Obwohl ich meine gekauften Musik-Dateien nicht in Tauschbörsen zur Verfügung stelle, möchte ich in Zukunft nicht auf meine Musik-Dateien aufpassen müssen, wie auf meinen Augapfel. Das steht einer sinnvollen und üblichen Nutzung in ähnlicher Weise entgegen, wie das Versehen der Dateien mit DRM. Nur merkt man es erst später, oder - wenn man Glück hat - nie.
Weiterführende Gedanken zur Verwendung von Wasserzeichen in der Musik gibt es bei Indymedia unter dem Titel “DRM ist tot, es lebe das Wasserzeichen“.
