Streitereien: King Crimson vs. EMI & YouTube-User vs. Universal
Im Hintergrund eines Videos auf YouTube war ein älteres Stück des Musikers Prince zu hören, weswegen die damalige Label des Künstlers eine Löschung begehrte. Dieser gab YouTube auch statt. Dagegen wehrt sich die YouTube-Nutzerin jetzt und möchte gegen die Löschung vorgehen, da ihrer Meinung nach die Nutzung einer Fair Use entspricht. Die Bürgerrechtsbewegung EFF übernimmt für den Fall die Klagevertretung. Prince hat sich mit seiner Haltung gegenüber solcherlei Verwendung seiner Werke auch in der Vergangenheit keinen guten Namen gemacht in der Zielgruppe.
Auf intern.de steht:
Wobei sich Prince diese Rolle als “schwarzes Schaf der Musikindustrie” redlich verdient hat. Nicht nur, weil er mit der oben erwähnten Klagewelle drohte. Der heute von Sony BMG vermarktete Musiker ist auch das einzige (ehemalige) Pferd im Stall von Universal, das eine Sperrung seiner Musik bei YouTube wünschte.
Universal steht seit vergangenem Jahr in einem vertraglichen Verhältnis mit YouTube und der Dienst darf Videos aller Universal-Musiker veröffentlichen, die sich nicht gegen eine solche Distribution verweigert haben. Alle Musiker ließen diese Distribution zu.bis auf einen.
Robert Fripp, Mitglied der Gruppe “King Crimson” hat Streit mit EMI: obwohl er den 2003 ausgelaufenen Vermarktungs-Vertrag nicht verlängert hat. Obwohl der Online-Vertrieb angeblich nicht Teil des Vertrags war, sollen dennoch Songs der Gruppe online verkauft worden sein. Er wolle die Songs gar nicht online anbieten, da die Tracks der Gruppe üblicherweise sehr ausschweifend sind, und es schon mal vorkommen kann, dass sich auf einer CD nur 2 (dann sehr lange) Titel befinden. Gegen die seiner Meinung nach unrechtmäßige Veröffentlichung geht der Musiker nun vor.
In einem anderen Artikal auf intern.de lesen wir dazu:
Was den Musiker aber richtig sauer macht, ist die “Frechheit”, mit der das Label den gesamten Vorgang als eine Art Kavaliersdelikt behandelt. Vor allem, weil EMI wie die anderen großen Labels auch, seine Kunden für jeden illegalen Download hart bestrafen möchte. Wenn EMI aber das Urhberrecht verletzt, geht man mit einem “Shit happens” über die ganze Sache hinweg.
Tja, was dem einen Recht ist, ist dem anderen billig…
