RockTheNet: Kampagne gegen Ungleichbehandlung von Internet-Anbietern

Über 100 Musiker und Bands haben sich in den USA für eine Kampagne gegen die von den “Netzbetreibern angestrebte Ungleichbehandlung von Internet-Anbietern” zusammengeschlossen, wie auf intern.de zu lesen ist:

Sie [die Netzbetreiber - Anm. von webmusicbiz] argumentieren, dass diese besonders eifrigen Produzenten von Datenverkehr auch besonders zur Kasse gebeten werden müssen. In der Praxis der oligopolen Netzstruktur der USA könnte das dazu führen, dass in allen Netzen eine Art Zweiklassen-System der Datenbeförderung ensteht.

Und das könnte auch Auswirkungen auf den Musikhandel haben, denn die großen, konventionellen Musikanbieter könnten dann auf eine schnellere Auslieferung der Musikstücke setzen. Unabhängige Künstler dagegen, die oft ihre Musik über eigene Web-Auftritte oder kleinere Zwischenhändler bekannt machen, wären die Verlierer bei diesem Wettstreit.

Das erinnert ja in Teilen schon fast an deutsche Verhältnisse ;-) :

Eine Forderung, die dem Beobachter den Atem verschlägt, wenn man die Ereignisse der letzten Jahre zusammenfasst: Zunächst haben sich die öffentlich-rechtlichen Sender auf Kosten der Gebührenzahler unaufgefordert im Internet engagiert. Dann haben sie unter Verweis auf dieses Engagement die Einführung einer zusätzlichen Gebühr für Internet-Rechner verlangt. Und nun sollen die Inhalte der öffentlich-rechtlichen Stationen auch noch per Gesetz eine bevorzugte Behandlung erhalten. Was will man da noch sagen?

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