Steigt Zahl der Online-Musik-Verkäufe weiter?
Bei GOLEM war Anfang voriger Woche zu lesen:
Im vergangenen Jahr haben die Deutschen 26 Millionen Einzelsongs und Alben im Internet gekauft und heruntergeladen. Der Umsatz steigt auf 48 Millionen Euro, womit der Markt gegenüber 2005 um rund ein Drittel gewachsen ist,
Da es sich mit dem Verhältnis Einzelsong- zu Alben-Downloads vermutlich ähnlich verhält, wie bei den Halbjahreszahlen, ist davon auszugehen, dass etwa 10-15 mal soviele Einzeltitel wie Alben verkauft werden/wurden.
Weiter lesen wir:
Für 2007 rechnet der Verband mit Umsätzen bei Musik-Downloads von 60 Millionen Euro bei 33 Millionen heruntergeladenen Einzelsongs und Alben in Deutschland.
Was einem Wachstum von dann nur noch einem Viertel entspräche. Ich orakele mal, dass es eher wieder ein Drittel oder sogar mehr sein wird, also dann halt noch mal 4 Mio drauf. Oder ist das Wachstum in der Online-Musik-Verkaufs-Branche schon am Abflachen? Das glaube ich kaum, im Gegenteil: es hat noch nicht einmal richtig angefangen!
Alternative Modelle, um Angebot und Nachfrage zusammenzubringen poppen stetig aus dem Boden. Das derzeit interessanteste Projekt mit DRM-freiem Musikverkauf und alternativem Zahlungsmodell stellt sowohl für Musiker als auch (und vor allem) für den Konsumenten wohl das amerikanische AmieStreet dar, bei dem sich der Preis nach der Nachfrage richtet.
Wenn sich erst einmal Lösungen beim Kunden etabliert haben, und das werden nicht nur bekannte Anbieter wie iTunes und Musicload sein, dann wird es einen deutlichen Schub geben, vom physischen Tonträger hin zum Online-Markt. Viele Konsumenten sind einfach noch zu unsicher, ob sie die jetzt gekauften Songs - wie von der CD gewohnt - auch in ein paar Jahren noch problemlos verwenden können. Das Mißtrauen, entsteht häufig aus negativen Erfahrungen mit durch überregulierende DRM-Verwendung verkrüppelten Audio-Dateien.
Es zeichnet sich also eine Maxime mit 3 essentiellen Punkten für die nächsten Jahre ab:
- Abbau von DRM-Restriktionen, und Verwendung kundenfreundlicher Formate
- Anbieter sollten frühzeitig auf den Online-Speicher-Bereich aufspringen, das wird noch ein heißes Ding
- mehr Breitbandanschlüsse um das Ganze auch praktikabel für jeden Nutzer zu machen
