Bleibt alles anders?!
Nachdem Apple-Chef Steve Jobs versichert hat, nicht an der DRM-Verkrüppelung des verkauften Klangmaterials Schuld zu sein (z.B. zu lesen bei Golem oder intern.de):
Apple würde sofort DRM-freie Musik anbieten, wenn es dem Unternehmen erlaubt würde, versprach Jobs.
und nun “die Großen” (EMI) öffenlich darüber nachdenken, auf DRM zu verzichten und stattdessen MP3s anzubieten:
Zwar hat EMI bereits mit DRM-freien Downloads experimentiert, ob die jetzt diskutierten Pläne aber wirklich umgesetzt werden, ist offen. Würde es dazu kommen, wäre EMI die erste der vier großen Plattenfirmen, die auf den Einsatz von Digital Rights Management (DRM) verzichtet, um ein Kopieren der eigenen Musik zu erschweren.
wollen sich natürlich auch die Vertreter der Musikindustrie nicht den schwarzen Peter zuschieben lassen (so lesen wir auf Golem):
“Der Vorstoß von Steve Jobs ist ebenso durchsichtig wie scheinheilig. Apple versucht, seine Probleme mit dem eigenen Kopierschutz zum Problem der Musikindustrie zu machen”, sagte Michael Haentjes, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände.
Aber auch dort ist man nicht mehr so weit von der richtigen Marschrichtung entfernt wie früher:
Phonoverbandschef Haentjes räumt aber indirekt ein, dass eine Abkehr von DRM-Systemen durchaus Vorteile hätte: “Die Frage, ob DRM für alle Zeit notwendig ist, muss sicher diskutiert werden. Aber solange es ein krasses Missverhältnis zwischen illegalen und legalen Downloads gibt, kann man es niemandem verdenken, sein geistiges Eigentum zu schützen”.
Na dann warten wir doch mal das erste Quartal 2007 ab, an dessen Ende Amazon sich Gerüchten zufolge ja in den DRM-freien MP3-Download-Markt mit einschalten wollte. Wir dürfen gespannt seinbleiben!
