Google Music Trends, Musiksuche & Projektwebsites
Google bietet mit seinem Music Trend aus den Google Labs eine Liste der meistgehörten Songs von GoogleTalk-Benutzern, die zugestimmt haben diese Daten an Google übermitteln.
Beim Klick auf einen Song bzw. ein Album öffnet sich dann jeweils eine an den Dienst Discogs erinnernde Seite mit Informationen, die seit Ende 2005 existierende Google Musiksuche (Google war nach Ask Jeeves, MSN and Yahoo ziemlich spät dran mit einer derartigen Funktionalität). Unter anderem erscheinen auch Download-Links zu den gängigen Platformen wie iTunes, Rhapsody, Yahoo!Music und AOLs MusicNow, über die Google zukünftig entsprechende Provisionen beim Verkauf von Stücken verdienen könnte. Das ist derzeit jedoch laut Aussage von Produkmanagerin Marissa Meyer nicht der Fall.
Auch Meinungen von den etablierten Meinungsportalen wie Ciao, Dooyoo oder Epinions werden jeweils mit Bewertung, Link und Textauszug zur jeweiligen Veröffentlichung präsentiert:
Das alles zusammen ist schon eine beachtliche Informationsansammlung, die in die Suchmaschine integriert ist und wenn man Googles Produkt-Entwicklung beobachtet, kann man sich leicht vorstellen, dass diese Seiten bald um weitere Informationen ergänzt werden: Veranstaltungen mit den jeweiligen Künstlern, Daten für TV-Auftritte, Links zu Videos von Konzerten bei Google Video etc…
Sicher wird es der einzelne (noch) unbekannte Musiker nicht einfach so schaffen, durch ständiges Hören seiner eigenen Songs mit aktivierter Übermittlung der Songdaten an Google in die Google Tends Top 20 vorzustoßen (mit zunehmender Reichweite des Dienstes sowieso nicht). Aber es wird immer wichtiger, mit seinen Veröffentlichungen in der Google Music Suche aufzutauchen, da diese nach und nach an prominenter Stelle in die normale Suche integriert werden wird (durch die sogenannten “ergänzenden Suchergebnisse”). Das bedeutet, bei einer Suche nach “Vorname Name” zu einem Musiker könnten als erstes verschiedene Links über den “normalen” Suchergebnissen gelistet werden, die weiterführende Informationen wie VÖs, Daten, Rezensionen etc. (siehe oben) enthalten.
Und es wird bei anhaltender [Such-]Marktführerschaft durch Google immer wichtiger, auch diese Suchergebnisse zu bestücken. Leider nennt Google keine genauen Quellen wie SearchEngineWatch zu berichten weiß:
Google gets some of this information from undisclosed third party providers, and some from crawling the web.
Google erhält also die dargestellten Daten von nicht genannten Quellen und durch das Durchsuchen des Internet. Es kann daher nicht schaden, Informationen zum Musikprojekt (Veranstaltungen, Cover, Songlisten etc.) auf einer Seite mit herkömmlichen Mitteln (HTML/CSS) zu veröffentlichen und nur sporadisch auf die Verwendung von Flash zu setzen (was derzeit mehr schlecht als recht von den Suchmaschinen indiziert werden kann), z.B. für Player und ähnliche interaktive Elemente.
Schaut man sich die Label-Webseiten-Landschaft im deutschsprachigen Raum an, so kann man zu dem Schluss kommen, dass allein das schon einen Wettbewerbsvorteil im Web bringen kann…


