SellABand.com - Musikfans erhalten Anteile an der CD-Produktion und am Verdienst

Logo von SellABand.comAb 15. August versucht der (niederländische?deutsche) Anbieter sellaband.com mit folgendem Konzept Musikhörer (Belivers) und Musikschaffende (Artists) zusammenzubringen:

  1. Der Musiker (natürlich auch Bands) meldet sich kostenlos für den Service von sellaband.com an
  2. Musiker können eine eigene Artistpage gestalten, mit Photos, Bio, Live-Terminen, Link zur Website und maximal 3 Demosongs (höre ich jemanden MySpace rufen?…)
  3. Der Musiker soll nun versuchen, 5000 Anteile a $10 an den Musikliebhaber zu bringen, wobei jeder Fan mehrere Anteile erstehen kann (zu jeweils $10)
  4. Wenn die $50.000 zusammen sind, wird sellaband.com dem Musiker einen erfahrenen A&R zur Seite stellen, um den Prozess der Studio-Aufnahmen zu begleiten.
  5. Jeder der max. 5000 “Anteilseigner” wird eine CD mit dem im Studio produzierten Material zugeschickt bekommen (Kosten in den $50.000 enthalten)
  6. Die Songs werden kostenlos auf dem Musikdownloadportal des Betreibers weitergegeben
  7. Verdienen können die Artists und Fans über die auf dem Portal generierten Werbeeinnahmen, die zu 3 gleichen Teilen an Musiker, Artists und den Betreiber (sellaband) ausgeschüttet werden sollen. Dabei bekommt die jeweilige Band mit Ihren Fans genau so viel von den 2/3 des Werbekuchens ab, wie häufig die Songs des Musikprojekts prozentual runtergeladen werden.
  8. Es wird eine reguläre CD von dem Material produziert, die der Musiker auf Veranstaltungen, auf eigenen Websites und durch die Online-Partner von sellaband.com (nicht näher genannt) verkaufen kann. Der Gewinn aus diesen Verkäufen wird 50/50 zwischen Band und ihren Belivers aufgeteilt.

Das Konzept setzt also hauptsächlich auf den Promotion-Effekt, den die Fans für die Band erbringen können. Als Band kann man damit natürlich nur rechnen, wenn jede Möglichkeit genutzt wird, um darauf hinzuweisen, und die Grundqualität der Demos schon recht gut ist.

sellaband.com : Aufteilung der Kosten für die CD-ProduktionDie Idee ein vernetztes System zu schaffen, das es Musikern ermöglicht, sich ihren (potzenziellen) Fans zu präsentieren und mit Ihnen zu interagieren (vermutlich der wichtigste Aspekt) erinnert stark an MySpace.com. Erst das klar definierte Ziel für den Artist die $50.000 (und somit die Studio-Produktion) zu erreichen, hebt es deutlich von anderen ab. Ob und wenn ja wie viele Projekte dieses Ziel erreichen werden, bleibt abzuwarten.

Ich bin durchaus gespannt und werde hier wieder berichten, wenn die ersten Eindrücke geammelt sind, nach dem Start des Live-Betriebs der Plattform in knapp 4 Tagen.

gefunden in den Kommentaren bei Spreeblick (lesenswerter Artikel und interessante Kommentare)

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2 Kommentare »

  1. music-jungle.de » Blog Archive » SellaBand oder besser nicht Said,

    20. August, 2006 @ 23:54

    […] Hier gibt es die Konditionen nochmals zusammengefasst, den ausführlichen Vertrag kann man hier lesen. […]

  2. Public Enemy suchen Finanziers « Ein Blog über Pop & Kultur Said,

    11. October, 2009 @ 15:38

    […] P.S. Interessante Artikel zu sellaband.com findet hier und hier. […]

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