Warum kommt “Jamba Music” nicht in die Puschen?

Da der Klingelton-Umsatz-Zenit schon ein wenig überschritten scheint, müssen neue Einnahmequellen her, wie z.B. “richtige Musik” an Handykunden verkaufen. Dafür hat die Verisign-Tochter sich das Projekt “Jamba Music” ausgedacht, das eine Musik-Download-Plattform werden soll.

Das von Jamba selbst entwickelte DRM soll es ermöglichen, Freunden Songs auf Handy und PC zu senden (natürlich geschützt), sodass diese dann den Song auch kaufen können. Das hört sich etwas restriktiver an, als beispielsweise das DRM von iTunes, womit es möglich ist, die gekauften Songs in Listen zu arrangieren und als MP3 auf CD/DVD zu brennen.

Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland sind auch schon einige Labels wegen des geplanten Preismodells “verschnupft”, das für eine monatliche Abo-Gebühr von weniger als 10 EUR Zugang zur gesamten Bibliothek bieten soll.

Zwei mal wurde der Termin für den Start der Download-Plattform “Jamba Music” schon verschoben. Technische Probleme sollen laut dem Bericht der FTD die Ursache für die Verzögerungen sein. Ganz anders liest sich das bei der Netzeitung, wenn Jamba-Sprecher Niels Genzmer nach den Ursachen gefragt wird:

Man habe sich entschieden, das Portal ein paar Monate später auf den Markt zu bringen, da dann mehr Handys mit Musikfunktion verfügbar seien.

Es kann sich jeder selbst fragen, ob Opel mit der Produkteinführung des neuen Corsa besser noch ein Jahr gewartet hätte, da es dann hier und da schon mehr leerstehende Industriegebiete für illegalelustige Rennen geben könnte…

Quelle: FTD

p.s.: Mal sehen wie das DRM von “Jamba Music” dann genau aussehen wird, und wie dicht das dann an Modellen dran ist, die schon einige Zeit rumschwirren. Wie z.B. in der Übersicht der Aussteller (PDF) einer Veranstaltung der BITKOM vom 19. März 2004 (Seite 2 unten das Szenario durchlesen…).

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